Sax 3

Für Sax 3 wurde die bewährte äußere Form des Sax 2 übernommen. Änderungen vollzogen sich im Detail. Die Verringerung des Gesamtgewichtes war das Hauptziel für alle Arbeitsgruppen. Es wurde der Lagenaufbau des reinen Kohlefaserchassis optimiert, sowie die Wabenstruktur verbessert. Durch konsequenten Leichtbau und den Einsatz modernster Simulations- und Analysetechnologien konnten Materialien eingespart und das Gewicht weiter verringert werden. Die vorher mechanische Lenkung wurde durch eine mechatronische ersetzt, weil diese nicht nur kleiner und leichter ist, sondern auch sicherer ist als die alte Lenkung. Das Zielgewicht für den Sax 3 liegt bei 30-35 kg Gesamtgewicht.
Die wichtigsten Baugruppen des Sax 3:
Chassis
Die Wabenstruktur des Chassis wurde verbessert, sie wird nicht mehr flächig aufgetragen, sondern hat eine Leiterstruktur. Außerdem wurde kein Aluminum verwendet sondern überexpandierte Aramidwaben. Beides trägt zum geringeren Gewicht des Chassis bei. Dieses liegt unter 10 kg. Dazu trägt auch die Gewichtsoptimierung der Anbauteile bei. Vor allem bei den Scheiben konnte, trotz größerer Fläche, durch eine geringere Scheibendicke und ein besseres Material, das Gewicht verringert werden. Desweiteren wurde auf eine Klar-Lackierung verzichtet, was gegenüber dem letzten Fahrzeug fast 2Kg einspart.
Bau des Negativwerkzeugs:
Fertigung des Frontscheibenwerkzeugs:
Laminieren bei Cotesa:
Nach der Entformung:
Letzte Feinarbeiten am Chassis:
Antrieb
Sax 3 verfügt über ein modulares Antriebssystem bestehend aus Brennstoffzelle, Direktantrieb und
mechatronischer Hinterradlenkung. Alle Komponenten sind via CAN-Bus vernetzt und ermöglichen
so eine Plug'n'Play Integration zusätzlicher Geräte, wie zum Beispiel einem Datenlogger.
Der Direktantrieb von Sax 3 ist ein im Hinterrad integrierter, permanenterregter Synchronmotor,
der zusätzlich die notwendige Motorsteuereinheit samt Wechselrichter enthält. Der Motor wird aus dem
Brennstoffzellensystem mit Gleichstrom gespeist.
Sax 3 ist mit einer elektronischen Lenkung des Hinterrades
ausgestattet, die ein dynamisches Lenkverhalten ermöglicht. Zur Bedienung des Antriebssystems kommt
ein neues, ergonomisches Fahrerinterface zum Einsatz, mit dem es möglich ist das System zu steuern,
zu diagnostizieren und via Bluetooth an einen PC anzubinden. Um die Zuverlässigkeit aller Komponenten
sicherzustellen wurden diese auf die erhöhten Temperaturen beim Wettkampfeinsatz ausgelegt.
Einblicke in den Motorbau:
Einblicke in den Motorbau:
Brennstoffzellensystem
Das Herz des Brennsoffzellensystems besteht genau wie bei Sax 2 aus einem 32 Zellen Niedertemperatur PEM-Stack mit einer Spitzenleistung von 400 W. Durch veränderter Peripherie, ein neues Purge-Konzept, verbesserte Betriebsführung sowie passive Kühlung konnte der Wirkungsgrad auf rund 60 % gesteigert werden. Die Peripheriekomponenten sind so energieeffizient, dass bei laufenden Pumpen und eingeschaltetem Wasserstoffventil, der Verbrauch unterhalb der Ansprechschwelle des flowmeters liegt. Eine Besonderheit des Systems ist die kompakte Bauweise, die seine Integration ins Fahrzeug vereinfacht. Einzig von Aussen sichtbar sind die Maik'schen strömungsoptimierten Lufteinlässe der passiven Kühlung. Eine neue Steuerung wurde entwickelt, um die notwendigen Sensoren und Peripheriekomponenten optimal miteinander zu vernetzten und zu koordinieren, dabei wiegt sie weniger als 150 g. Sie versorgt zusätzlich das Fahrerinterface sowie den optionalen Datenlogger mit Strom. Zum Test des Brennstoffzellensystems lässt es sich komplett vom Rechner aus fernsteuern.
Das Brennstoffzellensystem:




