Zum Finale des Bundeswettbewerbs "SolarMobil Deutschland" kamen am 21. September Schüler aus ganz Deutschland nach Chemnitz. Im Gepäck hatten sie eines ihrer selbst gebauten Solarfahrzeuge. Auch neben dem Wettbewerb war an diesem Tag allerhand los am Moritzhof. Der "Future Truck" der TU Chemnitz war vor Ort, ein Fahrrad und Segway Hindernissparcour wollte bewältigt werden, und viele Vereine und Institutionen informierten die Schüler, wie auch die Gäste, über das breite Feld der erneuerbaren Energien. Wir stellten den SAX4 vor Ort aus, und waren überrascht über das große Interesse. Vor allem die angereisten Schüler kamen zwischen ihren Wertungsläufen zu unserem Stand und löcherten uns mit weitreichenden Fragen. Wir hoffen, dass wir einige von Ihnen für ein technisches Studium nach dem Abitur begeistern konnten und können Ihnen nur raten: Macht weiter so!
Das Helmholtz Zentrum für Material- und Küstenforschung in Geesthacht (HZG) ist bereits langjähriger Kooperationspartner von Fortis Saxonia. Unter anderem wurde uns ein spezieller Metallhydrid-Tank für die Speicherung von Wasserstoff zur Verfügung gestellt (mehr Informationen dazu finden Sie im Technik Teil auf der Homepage). Unter dem Titel "Hanse trifft Humboldt" veranstaltete das HZG vom 14.-16. September, im Kreuzfahrtterminal von Travemünde, eine Informationsveranstaltung zu aktuellen Forschungsthemen. Auch Fortis Saxonia wurde eingeladen, den SAX4 dort zu präsentieren. Während der 3 Veranstaltungstage konnten wir vielen interessierten Gästen von unserer Arbeit berichten. Zwar war die häufigste Frage, warum wir denn einen Feuerlöscher im Fahrzeug bräuchten, aber nachdem wir erklärten, dass dies zum Reglement vom Shell Eco-marathon gehört, ergaben sich meist viele Interessante Gespräche. Ein weiteres Highlight der Veranstaltung war der Ein- und Auslauf der "Alexander von Humboldt II" – besser bekannt, als das "Schiff aus der Beck's Werbung". Außerdem gab es ein Wiedersehen mit unserem SAX2, welchen wir 2010 dem Helmholtz Zentrum in Geesthacht vermacht hatten. Seitdem wurde er dort von Azubis als Projekt weiterentwickelt.
Um verschiedene Aspekte der Mobilität und insbesondere der Unfallprävention geht es auch dieses Jahr wieder beim Sächsischen Verkehrssicherheitstag. Dieser findet am 26. August von 10-18 Uhr auf dem Sachsenring statt. Mit dabei ist wieder Fortis Saxonia, um den interessierten Gästen das aktuelle Fahrzeug SAX4 zu präsentieren. Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, der Lenkungsausschuss Verkehrssicherheit in Sachsen und der Landkreis Zwickau werden wieder allen Besuchern ein buntes Programm bieten. Die genauen Punkte sind im Flyer einsehbar.
Am 19.07.2012 unterstützte unser Team die Chemnitzer Grundschule bei deren Projekttag. Die vielen interessanten Fragen wurden dabei sehr gerne von unseren beiden Fahrerinnen beantwortet. Einen Vorteil haben die Grundschüler dabei gegenüber Erwachsenen. Sie können sich mit ihrer Körpergröße noch in den SAX 4 reinsetzen.
Vom 2.-10. Juni findet in Leipzig die wichtigste deutsche Automobilmesse des Jahres, die "Auto Mobil International" statt. Mit von der Partie ist dieses Mal auch Fortis Saxonia. In Kooperation mit dem TÜV Süd präsentieren wir den frisch vom Shell Eco-marathon aus Rotterdam zurückgekehrten SAX4. Zu finden sind wir in Halle 3, Stand C22. Regelmäßig werden Team-Mitglieder vor Ort sein, sodass sich die Chance bietet alle Details aus erster Hand zu erfahren.
Der offiziell letzte Tag am Shell Eco-Marathon war, wie die ganze letzte Woche auch, zeitlich sehr straff durchorganisiert. Der Großteil des Teams machte sich am frühen Morgen an die Startvorbereitung, um die beiden verbliebenen Wertungsläufe durchführen zu können. Kurz vor 8 Uhr begaben wir uns sehr zeitig an den Start, weil wir damit rechneten, dass viele Teams die letzte Chance auf einen Wertungslauf nutzen würden. Gegenüber dem ersten Wertungslauf wurden die Speichen der Vorderräder verklebt, um den Luftwiderstand zu verringern. Die Fahrdatenauswertung brachte ebenfalls ein Problem mit der Gasannahme ans Licht. Diese Fehleinstellung sorgte auf dem streckenweise holprigen Parcours dafür, dass die Brennstoffzelle nur schwerlich im optimalen Bereich arbeiten konnte. Ein softwareseitiger Workaround beseitigte den Fehler. Mit diesen Einstellungen erreichten wir im dritten Anlauf 218 km/kWh - eine Verbesserung um 22 Prozent gegenüber dem ersten Versuch. Mit den gleichen Einstellungen starteten wir anschließend den verbliebenen Wertungslauf mit unserer zweiten Fahrerin. Vom Streckenrand aus überwachten wir die Parameter und Leistungsdaten des SAX4 über eine Funkverbindung. Alle Werte sahen auf den ersten Blick normal aus. Trotzdem klagte unsere Fahrerin in der fünften von zehn Runden über fehlende Motorleistung. Aus diesem Grunde mussten wir den letzten Wertungslauf leider abbrechen. Am Ende stand somit ein siebter Platz auf unserem Konto, mit einer umgerechneten Reichweite von knapp über 2.000 Kilometer pro Liter Benzin. Dies entsprach voll und ganz unseren Erwartungen, da der Stadtkurs einen höheren Verbrauch als beispielsweise der Lausitzring erfordert. Einzig die interne Zielstellung der Top 5-Platzierung wurde leider verfehlt. Nach den Problemen der letzten Tage sind wir allerdings mit dem Ergebnis zufrieden, auch wenn wir uns für nächstes Jahr natürlich wieder höhere Ziele stecken. Am Abend fand dann die Siegerehrung und die Vergabe der Off-Track Awards statt. Zusammen mit den anderen Teams warteten wir gespannt auf die Bekanntgabe der Gewinner. Besonders in den Kategorien "Sicherheit" und "Technische Innovation" rechneten wir uns Chancen aus. Beide Male entschloss sich die Jury jedoch für andere Teams, sodass wir ohne einen Preis die Heimreise nach Deutschland antreten.
Nach dem Abendessen fanden sich die meisten deutschen und österreichischen Teilnehmer beim Team "Protron" aus Trier ein. Bei der Live-Übertragung des Championsleague-Finales und beim anschließenden Zusammensitzen schlossen wir viele neue Freundschaften. Im Allgemeinen war die Atmosphäre zwischen den Teams nicht von Konkurrenzdenken sondern vielmehr von Kooperationsbereitschaft geprägt. Man half sich gegenseitig und tauschte sowohl Know-How als auch Werkzeuge und Material untereinander aus.
Die Heimreise wurde nach dem Abbauen aller Zelte und dem Einräumen der Fahrzeuge am nächsten Sonntagmorgen um 11 Uhr angetreten. Mit im Gepäck sind viele schöne Erinnerungen und Ideen für zukünftige Verbesserungen. Dafür suchen wir nach wie vor engagierte Mitstreiter, Unterstützer und Sponsoren.
Nichts mit ausschlafen am Brückentag. Nach den Ereignissen der letzten Tage konnten wir uns heute keinen ruhigen Tag gönnen. Um unseren Fahrerinnen eine bessere Sicht durch die Frontscheibe zu ermöglichen, mussten wir Teile der Scheibe ersetzen. Die Stabilität der dünnen Scheibe durfte dabei jedoch nicht gefährdet werden. Daher waren die zu ersetzenden Teile mit Bedacht zu wählen. In Absprache mit den Fahrerinnen wurden zwei Bereiche aus der Scheibe geschnitten, um eine einwandfreie Sicht während den Kurvenfahrten zu ermöglichen. Die in der Nacht vom Donnerstag auf Freitag realisierte Lösung konnte am heutigen Vormittag im Hinblick auf die Aerodynamik noch weiter verbessert werden. Am Nachmittag bekamen wir Besuch von den Juroren für die Vergabe zusätzlicher Awards, z.B. dem Communication- oder Safety Award.
Aufgrund der großen Anzahl teilnehmender Teams kam es im Vorfeld zu Kommunikationsstörungen in der Funkverbindung zwischen dem Team und der Fahrerin. Kurzerhand kauften wir zwei niederändische SIM-Karten, wodurch sich der Kontakt stark verbesserte. 16.47 Uhr trat unsere Fahrerin Christine S¨dtler endlich zum ersten Wertungslauf an. Nach zehn Runden ohne technische und navigatorische Probleme überquerte der SAX4 knapp 38 Minuten später die Ziellinie. Das Ablesen des Flowmeters brachte uns Klarheit über den Energieverbrauch: 178 km/kWh. Nach kurzer Pause und den üblichen Startvorbereitungen begab sich die zweite Fahrerin, Anetta Woruschilina, um 18.16 Uhr auf die Strecke. Auch der zweite Wertungslauf verlief ohne Probleme. Mit 180 km/kWh konnten wir uns im Vergleich zum ersten Lauf leicht verbessern. Dies entspricht umgerechnet einem Verbrauch von einem Liter Benzin auf 1.500 Kilometern. Aktuell laufen weitere Verbesserungen, um mit dem verbleibenden Wertungslauf am Samstag den Verbrauch noch weiter zu senken.
Die Fehlersuche nach den Ereignissen des letzten Tages war langwierig, aber dem ersten Anschein nach erfolgreich. Von den äußeren Einflüssen abgesehen, könnte ein mechanisches Problem an der Lenkung zum Unfall beigetragen haben. Nachdem wir das vermeintliche Problem beseitigt hatten, brachen wir um 10 Uhr morgens zu einer erneuten Testfahrt auf. Mittlerweile drängten uns die Fahrerinnen dazu, sich einem zweiten Problem anzunehmen, das uns seit der ersten Testfahrt in Rotterdam offenbar wurde. Die Durchsicht der Frontscheibe des SAX4 ist für den Stadtparcours und die Machart der Streckenbegrenzung denkbar ungeeignet. Beim Fertigen der Scheibe haben sich, bedingt durch die thermische Belastung beim Tiefziehen, viele kleine Wellen in der Scheibe gebildet. Auf kontrastreichen Strecken ist die Navigation des SAX4 dadurch problemlos möglich. Bei den Streckenbegrenzungen in Rotterdam wechseln sich, auf geraden Strecken, weiße und rote Blöcke meterweise ab, nur in den Kurven nicht. Die Kurven sind komplett in Weiß gehalten, was es beim Blick durch die Scheibe unmöglich macht, diese mit 100-prozentiger Genauigkeit zu durchfahren. Da wir den Fahrerinnen nicht noch mehr Sicherheitsgefühl nehmen wollten, absolvierten wir die Testläufe ohne einen Deckel auf dem SAX4. Dadurch wurde die Rundumsicht unserer Fahrerinnen wesentlich verbessert und eine einwandfreie Navigation in den Kurven ermöglicht. Der Deckel ist für die strömungsoptimierte Form unseres Fahrzeuges zwar essentiell wichtig, einen Beitrag zur Sicherheit des Insassen leistet er aber kaum. Der aus nur zwei Lagen Kohlefasergewebe aufgebaute Deckel ist mit drei Querstreben selbsttragend und formstabil, er kann allerdings keine größeren Stöße aufnehmen. Dafür ist das auf Crashsicherheit ausgelegte und berechnete Chassis da. An besonders belasteten Stellen nehmen bis zu zwölf Lagen Kohlefaser und Aramidwaben die auf sie einwirkenden Kräfte auf. Zwei Überrollbügel und ein 5-Punkt Gurtsystem sorgen auch bei Überschlägen für maximale Sicherheit. Dass wir auf die Sicherheit unserer Fahrerinnen großen Wert legen, hat sich nicht nur am Mittwoch, sondern auch schon die Jahre zuvor bewährt.
Die Testfahrten lieferten erwartungsgemäß keine Bestzeiten, aber solide Rundenergebnisse. Die Brennstoffzelle machte keine Probleme. Unser Plan: Auf Sicherheit zu setzen und den ersten der vier Wertungsläufe ohne Deckel zu absolvieren, um Sichtprobleme auszuschließen und einen gültigen Wertungslauf zu bekommen. Fünf Minuten vor Start des Wertungslaufes wurde uns dann mitgeteilt, dass wir nicht ohne Deckel fahren dürften - obwohl dies eigentlich mit dem "Technical Inspector" abgesprochen war. Unsere Argumente fielen auf keinen fruchtbaren Boden bei den Verantwortlichen. "Without Cap, we won`t let you start." Ob wirklich Sicherheitsbedenken zu dieser Entscheidung führten, vermögen wir an dieser Stelle nicht zu beurteilen. Allerdings kann man die Entscheidung der Inspektoren nachvollziehen, wenn man bedenkt, welch haarsträubenden Fahrzeugkonstruktionen diese hier beim Shell Eco-marathon teilweise zu Gesicht bekommen. Eine papierdünne einlagige Außenhaut, an der Seite ohne auch nur die geringste Verstrebung oder Falz, war das Erschreckendste, was wir dieses Jahr sehen mussten. Glücklicherweise wird der Großteil dieser Konstruktionen bei der Sicherheitsinspektion ausgesiebt. Der Shell Eco-marathon hat eben doch viel mit dem richtigen Motorsport gemein, und Unfälle können auch bei den relativ niedrigen Geschwindigkeiten schwere Verletzungen nach sich ziehen. Dies scheint einigen Teams leider noch nicht vollends bewusst zu sein. Nach dem verweigerten Wertungslauf war es an der Zeit, die Scheibe nachzubessern. Wir beratschlagten, testeten und verwarfen viele Ideen, das Problem zeitnah aber vor allem zufriedenstellend zu lösen. Mittlerweile wurde eine Idee umgesetzt und der erste Eindruck ist gut. Näheres wird erst eine weitere Testfahrt am Freitag zeigen.
Weiterhin bekamen wir heute Besuch von einer kleinen Delegation unseres Hauptsponsors Continental. Diese haben sich die Zeit genommen, uns hier aufzusuchen und uns etwas besser kennenzulernen. So bekamen sie auch unsere Probleme direkt und aus erster Hand mit. Wir hoffen, in den kommenden Tagen mit erfreulicheren Neuigkeiten aufwarten zu können.
Nach einer vergleichsweise kurzen, stürmischen und regenreichen Nacht begab sich ein Großteil unseres Teams schon früh an die zugeteilten Aufgaben. Die Fahrerinnen Christine Städtler und Anetta Woruschilina sowie der Teammanager nahmen wie jeden Morgen um 8.00 Uhr am obligatorischen Briefing teil. Der andere Teil des Teams wollte möglichst zeitig die technische Abnahme bestehen und begab sich zur Inspektion. 09:15 Uhr wurde der SAX4 dann ohne Einschränkungen durch die Inspektoren freigegeben. Somit konnte der letzte Trockentest des Brennstoffzellensystems vor der ersten Testfahrt auf dem Stadtkurs beginnen. Zeitgleich trafen die ersten Besucher in Rotterdam ein. Dabei wurde allerhand geboten. Auch einige Teammitglieder nahmen sich die Zeit, das Lab (eine Experimentiermesse) zu besuchen. Bei dieser Ausstellung konnten sich Interessierte rund um das Thema Erneuerbare Energien informieren. Im Laufe des Vormittags konnten wir dann als eines der ersten Teams auf die Teststrecke. Meisterte der SAX4 die ersten Runden souverän, überschlugen sich anschließend sprichwörtlich die Ereignisse beim zweiten Testlauf. Wahrscheinlich führte eine Kombination aus widrigen Straßenverhältnissen (Bodenwellen, Dreck), der Konstruktion und Böen dazu, dass sich unser Fahrzeug, wie auch einige andere, überschlug. Die Fahrerin kam bei dem Unfall nicht zu Schaden. Die genauen Ursachen des Überschlags konnten bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geklärt werden (Stand Mittwoch 23.30 Uhr). Die Auswertung der Ereignisse wird sicher noch bis in die späte Nacht andauern
Der zweite Tag in Rotterdam begann für uns mit einem ausgiebigen Frühstück gegen 8 Uhr. Eine entspannte Nacht hatte keiner erlebt, da es fast durchgängig regnete und teilweise sogar hagelte. Nichtsdestoweniger ging es nach dem Frühstück zurück in unseren Paddock-Bereich, um die technische Abnahme vorzubereiten, die ab Mittag erfolgen sollte. Zuerst überprüften wir die Brennstoffzelle unseres SAX4 auf Dichtigkeit. Anschließend stellten wir die Funktionsfähigkeit der Bremsen sicher. Auch auf einer um 20° geneigten Rampe konnte unser Fahrzeug die Anforderungen an die Bremsleistung vollständig erfüllen. Danach erfolgte noch die Kontrolle der elektronischen Steuerung durch unser Antriebsteam. Beispielsweise muss SAX4 einen Wendekreis von unter 12 Metern aufweisen. Eine weitere Regelung von Shell besagt, dass die Fahrerin in der Lage sein muss, das Ökomobil innerhalb von 10 Sekunden zu verlassen. Diese Situationen meisterten sowohl Christine Städtler, unsere Fahrerin, als auch Annetta Woruschilina, die Ersatzfahrerin unseres Teams, innerhalb von 5 Sekunden. Mit dem positiven Gefühl, den Anforderungen gerecht zu werden, stellten wir uns der technischen Abnahme gegen 11 Uhr vormittags. Wir waren nicht das einzige Team, welches diese Prozedur bereits heute hinter sich bringen wollte, um ab morgen möglichst viel Zeit für Testfahrten zu haben. Um circa 16 Uhr war die letzte Überprüfung durch die Fachleute von Shell abgeschlossen. Durch die Regeln, die besonders für das Antriebssystem sehr eng gesteckt sind, kam es zu einigen Diskussionen. Am Ende konnten wir uns aber immer auf einem fachlichen Standpunkt einigen und der Meinungs- und Erfahrungsaustausch wird sicherlich auf beiden Seiten Wirkung hinterlassen. Lediglich zwei Anpassungen mussten nun von unserer Seite her noch vorgenommen werden. Die erstgemessene Undichtigkeit im Brennstoffzellensystem konnten wir durch eine Ishikawa-Analyse auf das Messsystem zurückführen. Weiterhin entsprach die Abschirmung des Fahrerraumes nicht den neuen Brandschutzbestimmungen des Shell Eco-marathons. Hilfsbereite Studenten der TU München stellten uns kurzerhand Carbon zur Verfügung, um die bemängelte Stelle abzudichten. Da unsere Nacharbeiten bis 21 Uhr andauerten, kamen wir heute leider nicht mehr dazu, die technische Abnahme vollständig zu bestehen. Diese wird nun aller Voraussicht nach morgen Früh erfolgen. Danach sind erste Testfahrten auf dem Stadtparcours von Rotterdam angesetzt. Dann wird sich zeigen, ob die vom ZBT gesponserte Brennstoffzelle ihre Leistung über die volle Renndistanz aufrechterhalten kann.
Am heutigen Tag, gegen 3 Uhr nachts, machten wir uns auf den Weg nach Rotterdam / Niederlande. Das Ziel unserer Reise ist der Shell Eco-marathon, bei dem wir mit unserem weiterentwickelten Fahrzeug, dem SAX4, an den Start gehen. Ziel des Wettbewerbes ist es, die Renndistanz mit so wenig Energie wie möglich zu absolvieren. Zwei Teammitglieder machten sich mit dem ersten Transporter bereits Samstagnacht auf den Weg, um gute Plätze auf dem knapp bemessenen Campinggelände zu sichern. Die restlichen drei Fahrzeuge, jeweils von der zentralen Fahrbereitschaft der Universität und der VW Vertriebsbetreuungsgesellschaft mbH zur Verfügung gestellt, trafen heute gegen 12 Uhr ein.
Nachdem die verbleibenden Zelte aufgebaut wurden, begann die intensive Vorbereitung auf den Wettkampf. Shell wies uns einen Platz im Paddock (vergleichbar mit einer Boxengasse) zu, in dem wir uns im Laufe des Nachmittags einrichteten. Bis zum Abendbrot herrschte darin reges Treiben. Die Chassis- und Antriebsgruppe schraubte an letzten Details für den SAX4. Beispielsweise konnte der Rollwiderstand durch die Optimierung des Achssturzes verringert werden. Das PR-Team baute sämtliche Computer auf und gestaltete unseren Paddock-Bereich optisch aus. Dabei kamen wir mit anderen Teams und einigen Verantwortlichen ins Gespräch. Den Erfahrungsaustausch konnten wir bei einem Rundgang durch die Halle, wo sämtliche Teams ihre Paddock-Bereiche haben, intensivieren. Dadurch hatten wir die Möglichkeit, andere Fahrzeugkonzepte zu begutachten und erste Vergleiche zu ziehen. Zum Abendbrot traf sich das gesamte Team in der Barbecue Area im Campinggelände, diskutierte die gewonnenen Eindrücke und koordinierte die anstehenden Arbeiten. Die optimistische Stimmung verhalf uns, die restlichen Arbeiten, wie die Anbringung der Shell Eco-marathon Aufkleber, noch vor Mitternacht durchzuführen. Somit wird es uns am morgigen Tag möglich sein, die technische Abnahme unseres neuen Fahrzeuges SAX4 erfolgreich zu absolvieren.
Am 10.05.2012 wird der neu-entwickelte SAX4 der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt. Die Präsentation findet dazu bei gutem Wetter auf dem Sportplatz der TU Chemnitz ab 09:00 Uhr statt. Die Presse, Öffentlichkeit, Sponsoren und interessierte Studenten sind hiermit herzlichst eingeladen.
Sollten die Wetterbedingungen eine Präsentation im Freien nicht zulassen, wird die Präsentation im Neuen Hörsaalgebäude der TU Chemnitz im Raum N001 stattfinden.
Im Rahmen der Berufs- und Karrieremesse "careers4engineers" präsentierte sich Fortis Saxonia am 28. April in Stuttgart. Als Exponat war unser Nios auf der Messe ausgestellt und für das Publikum zuständig. Neben der Werbung für unser Projekt konnten wir somit die Leistungsfähigkeit von unseren engagierten Technikstudenten unter Beweis stellen. Die vielen Fragen des Fachpublikums wurden dabei bereitwillig beantwortet.
Vom 17. bis 19. Mai werden in Rotterdam wieder 227 Teams aus 24 Ländern beim Shell Eco-marathon das energieeffizienteste Fahrzeug ermitteln. Zum nunmehr 7. Mal wird auch Fortis Saxonia an diesem Wettbewerb teilnehmen. Bereits Ende März laminierte das Team das Chassis des neuen SAX4. Dabei erhielten die Studenten Unterstützung von der Firma COTESA aus Mittweida. Höchste Priorität hatte hierbei die Gewichtsoptimierung, so wurde das bestehende Kohlefaserchassis an mehreren Strukturpunkten optimiert. Auch der erste Test der Brennstoffzelle verlief erfolgreich. In den nächsten Wochen sollen noch weitere Details optimiert werden, wie die Luftaufbereitung und die Reibungskräfte der Lagerung. Unterstützung erfährt "Fortis Saxonia" bei seinen Vorbereitungen dabei von der Lehrwerkstatt Physik und dem Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnik der TU Chemnitz sowie von der Firma WIN aus Zwickau. WIN stellt Normteile zur Verfügung und die Lehrwerkstatt Physik fräst und dreht Teile für die Vorder- und Hinterradaufhängung. Weiterhin stellt die Firma 3M Deutschland GmbH den notwendigen Arbeitsschutz wie Schutzanzüge, -brillen, -handschuhe und Feinstaubmasken zur Verfügung. Durch die erstmalige Verlegung des Shell Eco-marathons auf die städtischen Straßen Rotterdams - zuvor fand der Wettbewerb drei Jahre lang auf dem Lausitzring in Deutschland statt - werden nicht nur die Qualität des Autos, sondern auch besonders die Fähigkeiten der SAX4-Fahrerin gefragt sein. Die Verlegung nach Rotterdam soll laut Veranstalter Shell Bedingungen schaffen, die näher an typische Fahrsituationen in städtischem Gebiet heranreichen. Um darauf vorbereitet zu sein, wird das Team in den nächsten Tagen und Wochen noch mehrere Testläufe absolvieren.
Schüler für ein technisches Studium zu begeistern und das Wissen über alternative Fahrzeugantriebe zu vertiefen war das Ziel der diesjährigen Projekttage für Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasium an der TU Chemnitz. Bei der Umsetzung konnte sich unser Verein wieder sehr gut beteiligen, indem man den Schülern den Einsatz von einer Brennstoffzelle in einem realen Fahrzeug hautnah zeigen konnte. Das so gewonnene Wissen wurde durch die Schüler vor Professoren und Lehrern am Ende der Projektwoche präsentiert.
Die ordentliche Mitgliederversammlung fand am 27.02.2012 statt. Neben der Präsentation der Vereinsberichte für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 wurden dabei der Vereinsvorstand bestehend aus Tim Tauch, Nino Wagner und Michael Peschk, sowie die beiden Revisoren André Riedel und Daniel Schneider entlastet. Ins Amt des neuen Vereinsvorstandes wurden Brian Schneider, Nico Keller und Daniel Schneider gewählt. Die bestätigten in einer Abstimmung ebenso den Wahlvorschlag für die neuen Revisoren für das Jahr 2012 Christian Meier und Marcel Göhler.
Einen herzlichen Dank an die ehemaligen Vereinsvorstände und Revisoren für die geleistete Arbeit.
Im Rahmen der diesjährigen Schnupperschule der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik konnte sich Fortis Saxonia Schülern ab der 10. Klasse präsentieren. Ziel dabei war es die Jugendlichen für ein Studium der MINT-Fächer zu motivieren. Diesen Aufgaben widmet sich der Verein schon in seiner Satzung: „…Heranführung potenzieller Studenten der Natur und Ingenieurwissenschaften an selbige…“. Durch die Präsentation des Sax 3 konnte man mit einem anschaulichen und für die Schüler sehr interessanten Demonstrationsobjekt die Begeisterung für ein Studium wecken.


















